Einen Imagefilm bitte!
Ein gutes Image ist wichtig für Erfolg. Das gilt bekanntermaßen für jeden Einzelnen, vor allem aber für Unternehmen. Viele Firmen steuern ihr Image ganz bewusst mit Hilfe bestimmter Marketinginstrumente. Imagefilme sind beispielsweise ein gern genutztes Medium. Wenn sie gut gemacht sind.
Vom Industriefilm zum Imagefilm
Wer hätte das gedacht: Ein Vorläufer des Imagefilms war im Prinzip eines der ersten Bewegtbildformate überhaupt! 1895 wurden in Paris erstmals die berühmten „laufenden Bilder“ gezeigt – Arbeiter, die nach ihrer Schicht ihre Fabrik verlassen und nach Hause gehen. Der „Einminüter“ war das erste Beispiel eines sogenannten „Industriefilms“.
Viele weitere flimmerten Jahrzehntelang über die Leinwände dieser Welt, entwickelte sich weiter und mündeten in den 1970er Jahren zunächst in den Bereich „Wirtschaftsfilm“. Neben Stahlkolossen, Maschinenbaubetrieben oder Eindrücken aus der Chemie- und Elektrotechnik rückten in der Folge immer stärker auch Dienstleistungen, Versicherungen, Handel und Tourismus vor die Kameras. Ab hier kamen dann auch die Wirtschaftsbosse selbst zu Wort, die sich und ihr Unternehmen gebührend loben und feiern durften. Und sie ließen sich solche Produktionen ordentlich etwas kosten: 100.000 Mark kostete ein Wirtschaftsfilm damals etwa. Klar, nur die Global Player konnten und wollten sich das leisten und vielleicht sogar Preisträger werden: 1968 stiftete der deutsche Wirtschaftsminister den Deutschen Industriefilmpreis. Welche Kosten in der heutigen Zeit zu Buche schlagen könnt Ihr in unserem Blogbeitrag „Was kostet ein Imagefilm?“ nachlesen.
Ab etwa 1990 war dann allerdings Schluss mit den aufwändig und teuer produzierten Streifen. Mit dem Aufkommen moderner Videotechnik konnte sich fast jedes Unternehmen solche Filme leisten, die Entwicklung des mp4-Formates und der Ausbau des Internets sorgten für immer mehr Zuschauer, die die Filme später auch selbstständig weiterverbreiten konnten.
Richtige Zutaten für ein wirkungsvolles Aushängeschild
Eine gute Idee und passende Story sind die Grundzutaten für ein Video, das das Image eines Unternehmens wie gewünscht darstellt. Das Ganze im besten Fall kurzweilig und gern mit einem Augenzwinkern. Grundsätzlich gilt: Weniger Zahlen, Daten und Fakten, dafür mehr Gefühl oder Stimmung.
Zusätzlich gilt: Gute Imagefilme sollten immer professionell produziert sein. Denn trotz aller Wandlung im Laufe der Jahre: Sie sind für Unternehmen immer noch vor allem ein wichtiges Aushängeschild. Auf welche Dinge man bei der Produktion eines Imagefilms achten sollte und wie ihr zum optimalen Ergebnis kommt, erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag „In 10 Schritten zum Imagefilm“.
FAZIT
Imagefilme sind keineswegs „out“. Die Erfolgsformel: Mit einer kreativen Story den Vorteil des Unternehmens für Kunden und Partner aufzuzeigen. Das bringt vielleicht nicht den Deutschen Wirtschaftsfilmpreis wie in den 1970er Jahren, aber dafür viele Fans. Die wiederum teilen gut gemachte Clips gern und lassen Zuschauer in aller Welt daran teilhaben.