Models buchen in Berlin – Wie geht das?

Du willst einen Werbespot oder einen Imagefilm drehen? Ein Event in Berlin hosten? Ein Produkt auf einer Messe promoten? Du suchst das Gesicht zu deiner Marke? Dann brauchst du: ein Model. Und die gibt es nicht nur bei Kraftwerk oder Heidi Klum – Wir zeigen dir, wie und wo du ein Model buchen kannst und mit welchen Kosten du rechnen musst.

Models buchen Berlin

1. Wo finde ich das richtige Model?

Anders als z.B. bei Schauspieler:innen gibt es für Models keine Ausbildung. Die meisten Models bewerben sich bei Agenturen oder werden von Scouts entdeckt. Beim Buchen von Models gilt deshalb auch: An der Agentur führt kein Weg vorbei!
In Berlin gibt es verschiedene Agenturen mit jeweils unterschiedlichen Profilen. Wir haben für dich die relevantesten und besten Modelagenturen in Berlin zusammengestellt.

Cocaine Models in Berlin ist einer der Newcomer der Branche. Erst 2015 gegründet ist die Agentur in den letzten Jahren durchgestartet und hat sich mittlerweile als feste Größe auf dem Markt etabliert. Ihr Kundenspektrum reicht von High Fashion-Marken wie Prada, Calvin Klein und Dior bis hin zu Sportartikelherstellern wie Reebok und Nike. Außerdem steht die Agentur im Ruf, vielen neuen Gesichtern eine Chance zu geben.

STIL Models Noch jünger, aber schon jetzt ähnlich erfolgreich ist die Agentur STIL Models. In den großen Städten Berlin, Hamburg und München ist sie bereits unter den Marktführern. Du suchst etwas anderes als das perfekte 0815-Gesicht? Dann bist du bei STIL richtig.

Mega Model Agency Die Mega Model Agency ist ein Big Player im internationalen Markt. Unter Anderem vertritt sie Supermodels wie Alek Wek und Eva Herzigova.

Jay Jay Models Jay Jay Models gehört zu den jüngeren Agenturen. Sie wurde 2013 gegründet und vertritt Models aus allen größeren Städten der Welt.

Model Fabrik Model Fabrik ist eine 2012 gegründete Agentur mit Sitz in Berlin, London, Mailand und New York. Der Fokus der Agentur liegt auf jungen Modelkarrieren. Model Fabrik arbeitet mit verschiedenen internationalen Kunden zusammen, darunter die Magazine Cosmopolitan und Coco Indie.

2. Ein Shooting planen

Shootings sind Teamarbeit. Bevor du das Model buchst, solltest du also bereits fähige Mitarbeiter zusammengestellt haben. Das Model kann sich ja schlecht selbst fotografieren oder filmen! Neben dem obligatorischen Fotografen solltest du aber auch eine Visagistin und im Idealfall eine Stylistin engagieren. Es ist in der Branche nicht gern gesehen, wenn sich das Model selbst um das Make-Up kümmern muss.

Die Agentur briefen

Wenn du dein Team zusammen hast, eine Location gefunden und einen Termin bestimmt hast, kannst du die Modelagenturen „briefen“. Du musst dir eine Agentur aussuchen, die dir zu deinen Zwecken geeignet erscheint und dieser dann eine Anfrage schicken, in der du alle wichtigen Informationen zur Planung des Shootings lieferst. Im Gegenzug schlägt die Agentur dir dann einige Models vor und du kannst aus diesen das Passendste auswählen.
Folgende Informationen sollte ein solches Briefing enthalten:

1.  Endkunde – wer nutzt die Aufnahmen
2. Shooting Termin
3. Shooting Location
4. Team – Fotograf, Visagist, Stylist
5. Produktion (Foto, Video, Moderation, usw.)
6. Nutzungsrechte

Für den Zeithorizont gilt hier: Je früher, desto besser! Die Agentur Cocaine Models aus Berlin z.B. gibt an, dass ihnen das Briefing im Idealfall spätestens 7 Tage vor dem Shooting vorliegen sollte.

Sedcards – Der Ausweis für Models

Auf den Webseiten der Modelagenturen kannst du dir die von der Agentur vertretenen Models anschauen. Was du dort zu sehen bekommst, ist die sogenannte „Sedcard“. Die Sedcard beinhaltet neben Beispielfotografien des Models Informationen zu Alter, körperlichen Merkmalen wie Maße und Konfektionsgröße, Augen- und Haarfarbe sowie zu den Arbeitsbereichen, für die das jeweilige Model gebucht werden kann. Nicht jedes Model kann jeden Job übernehmen. Manche sind auf Werbespots oder -fotos spezialisiert, andere auf Laufsteg und wieder andere auf Messen und Promotion. Auf der Sedcard findest du manchmal auch Informationen darüber, ob ein Model bereits Erfahrungen in einem bestimmten Arbeitsbereich gesammelt hat.

High Fashion oder New Face?

In der Branche unterscheidet man außerdem zwischen High Fashion Models, People Models und sogenannten New Faces. Bei Ersteren handelt es sich in der Regel um professionelle und erfahrene Models. People Models dagegen sind möglichst „normal“ aussehende Menschen, mit denen sich der Kunde besser identifizieren können soll. New Faces sind meist junge Models, die neu in der Branche sind und noch Erfahrungen sammeln müssen. Ihre Gagen fallen zumeist etwas geringer aus, da die Agentur ein Interesse daran hat, sie ins Geschäft zu bringen.

…oder etwas ganz Anderes?

Wenn man sich durch die Sedcards der verschiedenen Models klickt, fällt eines auf: Sie sehen alle in etwa gleich aus. Manchmal braucht es aber etwas, das aus der Reihe tanzt, ein besonders charakterstarkes Gesicht, das dem Kunden sofort im Gedächtnis bleibt. Auch dafür gibt es seit einen bestimmten Modeltypus: „Ugly Faces“. Das sind Models, die offensichtliche „Mängel“ aufweisen. Sie sind zu klein, zu groß, zu dick, es fehlen ihnen Zähne und ihr Gesicht hat keine ebenmäßigen Proportionen, kurz: Sie sind sie selbst – und vielleicht genau das, was du brauchst. Eine Agentur für „Ugly Faces“ ist Misfitmodels.
Darüber hinaus gibt es so einiges, das nicht in die „Next Topmodel“-Schublade passt: Möchtest du eine ältere Zielgruppe ansprechen, kannst du zum Beispiel auf „Best Ager Models“ zurückgreifen – Das sind Models ab 40+. Zu den etabliertesten Berliner Agenturen im Bereich Best Ager gehört die Agentur Showcast, die sich genau auf diese Personen spezialisiert hat. Und apropos Schublade: Es müssen ja nicht immer Menschen sein. Auch Tiere modeln, und auch dafür gibt es Agenturen, z.Bsp. die Agentur Ekkifant.

3. Kosten

Es gibt zwei verschiedene Modelle, nach denen Models gebucht werden können. Zum einen gibt es die Ganztags-Buchung, bei der das Model für 8 Stunden am Set ist. Darin ist gesetzlich eine Pause von einer Stunde verankert. Zum anderen gibt es die Möglichkeit einer Halbtags-Buchung, bei der das Model kürzer am Set ist. Die Vergütung beträgt dabei zwischen 60 und 70% der gewöhnlichen Gage. Der Preis liegt bei über 50%, weil für das Model am betreffenden Tag kein weiterer Job möglich ist. In Deutschland berechnen die Modelagenturen zuzüglich der Gage 20% Agenturprovision. Die Höhe der Gagen indes kann sehr unterschiedlich sein. Sie hängt auch davon ab, wie gefragt Model und Agentur sind. New Faces sind etwas billiger als High Fashion oder People Models. Aber auch die Art der Arbeit hat Einfluss auf den Preis. Für Shootings und Werbefilme solltest du mit einem vierstelligen Betrag rechnen. Für Jobs, bei denen keine Nutzungsrechte anfallen und keine breite Öffentlichkeit anwesend ist, fallen niedrigere Gagen an. Hier ein Beispiel für ein Werbeshooting:

  1. Honorar Model (Arbeitshonorar) pro Tag (6h) = 1.000,00 € 
  2. Buyout TV Spot – für den Zeitraum 1 Jahr = 1.000,00 €
  3. Agenturprovision 20% = 400,00 € 
Buyouts

Die Nutzungsrechte können ein entscheidender Kostenfaktor sein. Wenn von dem Model Bilder produziert werden, die weiterverbreitet werden, musst du für die Nutzungsrechte dieser Bilder bezahlen. Diesen Vorgang nennt man „Buyout“. Du solltest dir vorab Klarheit darüber verschaffen, in welchen Ländern, wie lange und in welchen Medien die Bilder veröffentlicht werden sollen.

Overtime

Mit dem Model vereinbarst du einen konkreten Start- und Endzeitpunkt des Jobs. Aber länger dauern kann es immer mal! Überstunden nennt man in der Branche „Overtime“. Dabei wird jede angefangene Stunde berechnet. Meistens gibt es eine Kulanz von 30 Minuten, die es erlaubt, ein wenig zu überziehen – alles, was darüber hinausgeht, musst du aber extra zahlen.

Fazit

Willst du für dein Shooting oder deinen Filmdreh in Berlin ein Model buchen, weißt du nun wie du vorgehen musst. Erst einmal solltest du das Event oder Shooting planen – Bei Letzterem Fotografen, Filmteam, Visagisten, Stylisten engagieren – dann muss eine gute Location her. Dann kannst du die Agentur anschreiben, die dir am meisten zusagt und aus deren Vorschlägen auswählen. Sei dir des Risikos bewusst, dass Shootings gerne mal in die „Overtime“ gehen können und stelle sicher, dass die Buyouts vorab in deiner Kalkulation einberechnet sind. Wir wünschen viel Spaß und erfolgreiche Fotos bzw. Videos!

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Tobias Brehmer
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